Musik im Stift

Zum Üben und Musizieren der Stiftsstudierenden sind kleinere Orgeln, Klaviere in Übzellen, ein Keyboard sowie ein Spinett und einige Leihinstrumente vorhanden. Des Weiteren steht eine umfangreiche Musik- und Notenbibliothek zur Verfügung. Verantwortlich für dieses Angebot ist der Musikdirektor am Evangelischen Stift. Er wird bei seiner Arbeit vom Musikrepetenten unterstützt.Seit der Gründung des herzoglichen Stipendiums im Jahre 1536 spielte die Ausbildung der musikalischen Fähigkeiten der Stipendiaten eine wichtige Rolle. Deshalb wurde von Anfang an das Amt eines Musiklehrers eingerichtet. Er hatte in erster Linie das Singen zu fördern. Erst in späterer Zeit kam die Aufgabe hinzu, Orgel- oder Klavierunterricht zu erteilen.Im Jahre 1817 wurde zur musikalischen Anleitung der Stipendiaten die hauptamtliche Stelle eines Universitätsmusikdirektors geschaffen. Der erste Stelleninhaber war Friedrich Silcher. Mit diesem Amt war die Gesamtaufsicht und Leitung der Musik an der Universität, in der Tübinger Stiftskirche und im Stift verbunden.Als Musikdirektoren am Evangelischen Stift sind in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts besonders zu nennen: Richard Gölz, der Herausgeber des berühmten "Chorgesangbuchs" von 1934 und Dr. Walter Kiefner, der Gründer der "Tübinger Motette". Der bedeutende Hymnologe Prof. Dr. Martin Rößler, Gero Soergel, Karl Rathgeber und Hans-Peter Braun folgten ihm in diesem Amt. Seit Juni 2015 bekleidet Frank Oidtmann diese Stelle. 

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Frank Oidtmann

  • add Vita SMD Frank Oidtmann

    Musikdirektor Frank Oidtmann

    war nach dem Studium in Würzburg und Stuttgart sowie zahlreichen Meisterkursen zunächst Kirchenmusiker in Stuttgart. Er übernahm Aufgaben als Cembalist im Staatsorchester Stuttgart, als Organist beim Festival Eclat, als Dirigent an der Jungen Oper des Staatstheaters Stuttgart und als künstlerischer Leiter des „RONDO vocale Stuttgart“, vormals der von Hans Grischkat gegründete „Schwäbische Singkreis“. Frank Oidtmann übt eine rege Konzerttätigkeit als Organist und Klavierbegleiter aus, seine CD-Aufnahmen sind bei Animato und Antes erschienen. Weitere Einspielungen sind im evang. Kirchenbezirk Esslingen entstanden. Von 2002 bis Mai 2015 war er Bezirkskantor in Plochingen. In diesem Rahmen sind insbesondere die Einführung der 14-tägigen Konzertreihe "Stunde der Kirchenmusik Plochingen", die Gesamt­aufführung des Bach'schen Orgelwerkes in 13 Kirchen des Bezirks innerhalb eines Kirchenjahres und die Konzeption eines Psalmenjahres hervorzuheben. Er dirigiert neben oratorischen Standardwerken auch selten gespielte Werke wie z.B. "The light in the wilderness" von Dave Brubeck, die Komische Oper von Meingosus Gaelle: „Adam und Evas Erschaffung“, Mozarts erste Oper  "Die Schuldigkeit des 1. Gebots" oder die Kirchenoper "Tobias and the angel" des Zeitgenossen Jonathan Dove. Im Juni 2015 hat er das Amt des Musikdirektors am Evang. Stift Tübingen übernommen.

     

    Verteilt auf 7 Semester führt er sämtliche Werke für Klavier von J. S. Bach im Ev. Stift auf. 

    Die vergangenen Abende im Überblick:

    I

    Bach und Messiaen

    II

    Goldberg-Variationen

    III

    Präludien und Fugen

    IV

    Transkriptionen (Chaconne u.a.)

    V

    Französische Suiten

    VI

    Wohltemperiertes Klavier II

    VII

    Inventionen u.a.

    VIII

    Sonaten u.a.

    IX

    Englische Suiten

    X

    Partiten

    XI

    Chromatische Fantasie, Einzelwerke

    XII

    Frz. Ouvertüre, It. Konzert

    XIII

    3. Teil der Klavierübung, Brandenburgisches Konzert

    XIV

    Concerti

    XV

    Kunst der Fuge

    XVI

    Wohltemperiertes Klavier I

    XVII

    Sinfonien u.a.